Leseprobe: Theorie, Praxis und Weiterentwicklung der Erlebnisaktivierung und emotionalen Fokussierung in der Therapie


"Gestalttherapie steht an der Basis der in den letzten 25 Jahren entwickelten neuen aktiv emotionsfokussierenden, prozess- und erfahrungsorientierten Therapieverfahren. Ihrerseits wurzelt sie insbesondere in der Gestaltpsychologie und in der psychoanalytischen Entwicklungsarbeit im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, namentlich in der Entwicklung der ‚aktiven Therapie' Ferenczis, sowie der Arbeiten einer Reihe anderer enger Schüler Freuds."

"Allen prozess- und erfahrungsorientierten Therapien [...] ist gemeinsam, dass sie emotionsfokussierend arbeiten und der Therapeut aktiv in den Prozess eingreift, wenn der Patient mit seinen Gefühlen nicht im Kontakt ist. Dies kann bspw. der Fall sein, wenn der Patient eine Episode aus seinem Leben berichtet und dabei wenig Zugang zu seinen Gefühlen zeigt. In diesem Fall übernimmt der Therapeut die Führung im therapeutischen Prozess mittels Interventionen, die dem Patienten einen besseren Zugang zu den begleitenden Impulsen und Emotionen ermöglichen. Über die dadurch hergestellte größere Bewusstheit von Emotionen wird in der Therapiestunde auch die Qualität der Erfahrung aktiv gefördert."
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