Studie mit psychiatrischen Patienten
"[...] In dieser Studie wurden Einzeltherapien von ambulant betreuten psychiatrischen Patienten über
eine 3-Monats-Periode dokumentiert. Eine Gruppe wurde mit Gestalttherapie und Transaktionsanalyse
behandelt, eine zweite mit kognitiv-behavioraler Therapie. Ein zentraler Aspekt dieser Studie war
das Ausmaß, in dem Klienten außerhalb ihrer therapeutischen Behandlung Hilfe suchten, dies von anderen
Professionellen und unprofessionellen Personen (z.B. Freunde, Bekannte, Familienmitglieder oder Priester).
Die Studie ging insofern der Frage nach, ob und inwiefern behaviorale Therapie und
gestalttherapeutisch/transaktionanalytische Behandlung Klienten unterschiedlich darin unterstützen,
zusätzliche Hilfe zu suchen, aufzubauen und zu halten.
[...]
Soziale Unterstützung drückt sich nicht nur in der Quantität von kurzfristigen Kontaktaufnahmen aus -
die Fähigkeit, existierende Kontakte aufrecht zu erhalten, ist viel bedeutsamer. Gerade für psychiatrische
Patienten oder Menschen mit Verwahrlosungstendenzen ist es oft nicht schwer, kurzfristige Kontakte
herzustellen. Für sie ist es oftmals sehr viel schwieriger, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten.
Insofern ist ein stabiles soziales Umfeld für diese Patientengruppe ein wichtiges Therapieziel, das
seinerseits zur Stabilisierung beitragen kann."
|